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Niemand ist gern allein, wenn ein Krieg ausbricht.

Im Moment ist ständig Krieg. Oder zumindest bricht ständig ein neuer aus. Oder sind das immer nur Schlachten und der Krieg ist schon viel länger am laufen? Ja, ich denke so ist es. Ich führe dauerhaft und ständig Krieg. Gegen mich selbst in erster Linie - aber auch gegen die Welt. Und die Welt kämpft zurück. Oder hat die Welt sogar angefangen?

Betrachtet man die letzten Wochen, so hat immerdie Welt angefangen. Immer kam der erste Schlag von außen und ich bin gezwungen zu reagieren. Vorzugsweise würde ich den Feind ja einfach ignorieren wollen. Denn ich habe keine Lust auf Krieg, da selbst wenn ich im Recht bin es sich selten so anfühlt. Ich bin so wenig von meinen Waffen überzeugt, dass ich sie nicht gescheit einsetzen kann.

Von daher wäre es gut nicht allein zu sein. Wer ist schon gern allein, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht? Wenn er völlig unvermittelt vom ersten Schlag getroffen wird? Und mich erwischen die Schläge immer eiskalt. Selbst wenn sie langsam kommen. Sie hauen mich von den Füßen. Würden sie das auch tun, wenn ich nicht alleine wäre? Wenn ich den Krieg nicht allein bestreiten müsste? Ich würde sagen: Nein.

Aber ab wann ist man nicht mehr alleine? Im Bewusstsein, dass in Berlin jemand ist und an einen denkt? Dann, wenn man nach der Schlacht jemanden anrufen kann und sich sicher sein kann jemanden zu erreichen? Oder erst, wenn man Seite an Seite kämpft?

Rein vom Verstand würde ich ja sagen... "Im Bewusstsein..." Denn es reicht um zu wissen, dass man etwas wert ist. Zu wissen, dass man geliebt wird. Dass immer jemand da sein wird. Egal wo er auch sein wird. Berlin sei nur exemplarisch genannt, weil es so schön weit weg ist. An vielen Orten sind Menschen die mich lieben. Meine Verstandsebene weiß das.

Doch in dem Moment, wo ich niemanden erreiche, wenn ich reden möchte fangen die Zweifel an. Dann reicht das "Bewusstsein" nicht mehr. Dann fühlt es sich an als wäre niemand da. Als wäre man völlig allein. In dieser Schlacht. Im ganzen Krieg. Der Verstand schaltet dann aus. Die Gefühle überwiegen. Sie kochen hoch. Überschwemmen den Verstand. Alles Rationale ist dann ziemlich weit weg. Das kann ziemlich weit gehen. Bis zur absoluten Hilflosigkeit. Bis zum Gefühl der Nutzlosigkeit. Dieses Gefühl geht nicht so schnell. Es ist ziemlich hartnäckig. Es ist auch ziemlich gefährlich. Und es macht mich wütend. Es macht mich wütend, weil ich weiß, dass es Schwachsinn ist. Es macht mich wütend, weil es trotzdem nicht verschwindet. Es geht erst, wenn Zeit vergeht. Wenn Bestätigung von irgendwo kommt. Wenn dann doch jemand erreichbar ist. Oder plötzlich jemand da ist. Dann schaltet der Verstand wieder ein. Während ich über die Situation reden kann, kommt er langsam wieder.

Nach zwei oder drei Tagen geht es mir wieder gut. Dann hat der Verstand gesiegt. Aber diese Tage sind anstrengend. Sie laufen an einem vorbei und man fragt sich wie und ob man sie überhaupt überstehen kann...

Ich bin nicht gern allein, wenn ein Krieg ausbricht.

19.1.10 21:11
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


iGi / Website (19.1.10 23:53)
Hast du schonmal daran gedacht das jeder Mensch seinen Krieg führt? Und erst wenn er seine Schlacht geschlagen hat dazu fähig ist dir bei deinem Krieg zu helfen?
Oder er kämpft an ganz anderer Stelle für dich. So weit weg das du ihn nicht siehst. Das er dir fern scheint, aber er sich doch so sehr um dich bemüht.

Und um es mal für die Allgemeinheit ohne große Metapher zu schreiben:

Vielleicht ist der/diejenige einfach nicht erreichbar, weil derjenige gearbeitet oder ähnliches hat und sofort zur Stelle wäre, wenn er/sie es nur gleich gewusst hätte?

Du bist gar nicht so häufig allein wie du es glaubst.
Aber das hast du ja selbst erkannt. *knuff*

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